Der Tag begann wieder mit einem Frühstück im Casa und der Verabschiedung von unserer Vermieterin Maria, die sich noch bei uns "muy guapo muchachos verabschiedete" und sich für meine Spanisch-Bemühungen sehr bedankte. Sie kam richtig in Gesprächslaune und erzählte dass die beiden schwulen Pärchen die mittlerweile in den Nachbarzimmern eingezogen waren ihr nicht geheuer sind und sie Angst hat. Doch etwas konservativ die Gute. Maria sollte uns eigentlich für 9.30 eines der Oldtimer Taxis organisieren mit dem wir dann durch die Stadt fahren wollten und am Ende beim Placa de Revolución an der Autovermietung enden wollten. Nun ja das Oldtimer Taxi hatte sie nicht verstanden weshalb ich es mit “sehr alt” auf Spanish umschrieben hatte und das hat sie... sagen wir sehr wörtlich genommen: der Fahrer musste den ersten Kilometer durch das offene Fenster greifen und die Tür von außen immer wieder zuschlagen und auch ansonsten war der Chevrolet einfach nur sehr, sehr alt. Für 10 Pesos sollte er uns zur Autovermietung bringen, aber an besagter Stelle war nix, der Placa de Revolución zudem auch noch die weit entfernt. Der Fahrer reagierte sehr genervt, meinte Maria hätte ihm gesagt es sei hier (obwohl wir ihm die Adresse auf der Reservierung gezeigt hatten) fuhr uns dann aber dennoch weiter. Plaza de Revolución mit den Konterfeis con Che und Fidel: auch nix. Weiter, wieder zurück wo er uns zuerst rauslassen wollte, ein paar Leute gefragt, eine Vermietstation gefunden. Tim rein um zu fragen, falsche Station wir sollten zum Hotel Havanna Libre. Dort angekommen wieder Tim rein: richtige Vermietung aber die falsche Station: immerhin bekamen wir eine neue Adresse. Hier meinte einer noch zu uns, dass die Station umgezogen sei, weil sie vor ein paar Wochen durch den Zyklon zerstört worden sei. In der Zwischenzeit kaufte der Fahrer uns netterweise ein paar Nüsse. Dann ging es ins Municipal Playa, mindestens noch mal 20min Fahrt und dann waren wir endlich da. Hier war bereits eine Schlange wartender deutscher Pärchen, die alle von einer Odyssee berichteten wie sie zu der Station gefunden hatten. Niemand von uns war über die neue Adresse informiert wurden.
Nach gut einer Stunde Wartezeit wurden wir endlich „bearbeitet“. Nachdem alle Details aufgenommen waren, inklusive jeglicher Kratzer und davon hatte das Auto mehr als genug, konnte es endlich losgehen. Dank der App die wir runtergeladen hatten (Navis dürfen nach Kuba nicht eingeführt werden, Handys sind ok) fanden wir schnell die Autopista de Pinar del Rio. Einen Stopp legten wir nach ca. 50min in Sorora ein. Hier wanderten wir ca 2km auf 380m Höhe und hatten vom „El Mirador“ wundervollen Blick auf die herrliche Landschaft, Palmenwälder, und sogar das karibische Meer. Dann ging es noch zum El Salto einem tollen Wasserfall. Überall waren nur sehr wenig Touristen. 1.15 Stunde fuhren wir dann noch nach nach Viñales. Am Besucherzentrum organisierten wir uns gleich noch eine Tour für morgen und dann suchten wir unser Casa. Auch hier kamen wir ohne Fragen nicht weiter, aber die spanischen älteren Damen waren sehr hilfsbereit und so fanden wir schließlich unser Casa. Das Zimmer oder besser die Hütte ist der Hammer. Top modern, neues Bad, Klimaanlage. Deborah die Vermieterin hatte leider eine Unfall vor 2 Wochen, sodass Juan Carlos und Carolina ihre Tochter sehr viel machen mussten, dennoch wurden wir mit einem frisch gepressten Saft begrüßt und sie erklärte uns einiges über Viñales und wo wir gut Essen können. Eine dieser Lokale probierten wir dann auch aus und es schmeckte sehr gut und das Beste war die Cocktails kosteten nur 3.50- 5 Pesos. Beim Pina Colada bekamen wir die gute Flasche Rum sogar auf den Tisch gestellt und durften uns so viel einschenken wie wir wollten.