Als wir heute morgen aus dem Kabinenfesnster schauten, waren wir mehr als negativ überrascht: wir lagen in einem alten Containerhafen und direkt vor unserem Fenster war die Salzabfertigungsanlage mit großen Rohren in deren dunklen Inneres wir blickten. Wir waren im Containerhafen Flatholmen gelandet. Zunächst wurde uns mitgeteilt, dass die von der Stadt gestellten Shuttlebusse nur für Gehbehinderte seien. Da diese Zielgruppe bei der fernen Lage es aber sowieso bevorzugte gleich auf dem Schiff zu bleiben, konnten auch wir mit dem Bus in die Stadt fahren. Der Fußweg sollte allerdings nur 20 Minuten dauern, immer entlang am Ufer und schon nach 5 Minuten sollte man in bewohnte Gegend kommen. Nun danach sah das ganze aber nicht aus und gottseidank wusste ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht was mich auf dem Rückweg erwarten würde.
In Alesund machten wir einen Rundgang und stellten fest, dass ein größeres Kreuzfahrtschiff wohl die besseren Liegeplätze bekommen hatte. Der Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) war der Aussichtspunkt Fjellstua. Im Stadtpark begann der Aufstieg und 418 Stufen und einige Fotostopps später waren wir oben angekommen. Von hier hatten wir eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Meer mit den vielen kleinen Inseln darin.
Wieder in der Stadt angekommen, wollten wir das Shuttle zurück zum Schiff nehmen. Doch es warteten schon Menschenmassen am Gehsteig und der Shuttlebus ließ auf sich warten. Als dann endlich einer ankam, stürzten die Massen zum Bus und drängten mich weg. Da ich allerdings auch keine Lust hatte weitere 30 Minuten auf den nächsten Bus zu warten, um dann wieder im Menschengemenge unterzugehen, beschloss ich lieber gleich zu laufen. Wohl gemerkt: es sollte immer am Ufer entlang gehen. Nur dass dieses Ufer, dass wohl unschönste war, welches einen fast 30 minütigen "Spaziergang" verdient hätte. An alten Autokraosserien ging es vorbei, durch verlassene Industriegelände, am Zementwerk vorbei bis zur Salzabfüllanlage. Ich bin wirklich zügig gelaufen und habe es dennoch nur auf 27 Minuten gebracht. Derjenige der es wirklch auf die von AIDA angepriesenen 20 Minuten brachte der sollte den ganzen Abend kostenlos an der Bar bekommen.
13 Uhr legten wir wieder Richtung Hamburg ab.
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