Sonntag, 28. Oktober 2018

Hahnenkämpfe, Reisfelder und Tempel

Anscheinend ist die Hochsaison auf Bali vorbei, denn auch beim Frühstück war wenig Andrang sodass es kein Büfett sondern eine Auswahl an 3 Frühstücksmenüs gab. 8.30 Uhr wurden wir abgeholt und zuerst ging es etwas außerhalb von Ubud auf einen ca. 2 stündigen Spaziergang durch die hügelige Landschaft deren Reisfelder und Urwald durch immer mehr Hotels unterbrochen wird. Der Guide erzählte uns dass viele Ausländer hier in Ubud investieren und immer neue Hotels gebaut werden und die Reisfelder verdrängt werden. Am Ende des Weges erwartete uns ein Tempel. Janni erklärte uns dass immer wenn 2 Flüsse ineinander fließen an dieser Stelle ein Tempel gebaut werden muss. 
Wir setzten die Fahrt mit dem Kleinbus fort und ich war einmal mehr froh nicht selbst fahren zu müssen. Wie in vielen asiatischen Ländern gibt es viele Motorroller und Kinder fahren auf dem Land auch schon mit 9. jeder nimmt irgendwie Rücksicht aber drängelt sich zugleich auch überall durch, so dass wir mehrmals von Rollern angerammt wurden. 

In Mengwi erwartete uns der Tempel Pura Taman Ayun. Mit 3 Ebenen oder Höfen ausgestattet und sehr schön gepflegt war er schon sehr eindrucksvoll. Interessanter fanden wir aber die Hahnenkampfarena im ersten Hof. Hahnenkämpfen sind auf Bali legal und der Staat als auch der Tempel der sie ausrichtet verdient an diesem Sport mit durch Steuern auf die Gewinne. Janni meinte man könne auch untereinander Wetten, sobald der Kampf begonnen hat und dann muss man keine Abgaben mehr zahlen. Simple Handzeichen und Augenkontakt reichen hierbei aus um das Geschäft zu besiegeln.  Allerdings sollte man die Besitzer der Hähne auch kennen bevor man wettet, da wir überall auch hier korrupte Machenschaften am Start sind. Hahnenkämpfe finden in den meisten Orten jeden Tag statt, die Hähne haben kleine Klingen an den Füßen und gekämpft wird bis einer Tod ist.

Wir setzten die Fahrt Richtung Meer fort zum Tempel Tanah Lot. Hier gab es ein Mittagsbüfett und eine kleine Pause. Der Meerestempel befindet sich ca. 200m vom Ufer entfernt auf einem Felsen und bedeutet „ Land inmitten des Meeres“. Interessanterweise hat man für die Zeiten der Flut sich noch ersatzhalber einen Tempel am Ufer gebaut denn nur bei Ebbe erreicht man den Meerestempel. Wir spazierten noch etwas an der Küste entlang und führen dann zurück nach Ubud. 


Den Nachmittag verbrachten wir am Pool und gegen Abend gönnten wir uns für 6€ eine Massage und anschließend ein Abendessen mit balinesischen Spezialitäten wie Reiswein, Jambu (ein Getränk aus Tamarinde) und Hühnchen mit Käse frittiert mit leckererem Zitronengrasdip. Das alles kostete auch wieder unter 5€ für beide zusammen.






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