Sonntag, 3. Juli 2011

Schloss Linderhof

Nach dem Frühstück hieß es auch schon wieder Sachen zusammenpacken. Nach dem Mittagessen machten wir uns richtig Linderhof auf den Weg. Unsere Fahrt führte uns durch Österreich zum Schloss Linderhof des bayrichen Königs Ludwig II. im Ettal. Das kleinste Schloss von König Ludwig ist auch das einzige welches noch zu Lebzeiten vollendet wurden ist. Bei einer Besichtigung der Innenräume konnten wir die Wohnräume bestaunen: Säle, vier Kabinette, Ess- und Arbeitszimmer. In der Mitte befinden sich die größten Räume des Schlosses: das Schlafzimmer und der Spiegelsaal, der in Anlehnung an den Spiegelsaal in Versailles angelegt wurde. Faszinierend war das Tischleindeckdick. Fast wie im Märchen wurde dem König (zwar nicht von Zauberhand aber immerhin) durch unsichbare Dienerhand der Speistisch gedeckt.
Nach der ca. 30 minütigen Führung fanden wir uns im Schlossgarten wieder, wo wir auch das Wasserschauspiel beobachten konnten. Dahinter erheben sich die Terassen und Gärten am Hand entlang.
Gegen 21 Uhr kamen wir wieder zu Hause an.

Samstag, 2. Juli 2011

Wochenende im Ostallgäu

Kaum wieder in Detuschland gelandet, nur schnell die Sachen zu Hause ablegen, umpacken und schon ging es mit dem Auto weiter. 3,5 Stunden später bin ich mit der Hausgemeinschaft an unserem Wochendendomizil in Rieden am Forggensee angekommen. Den ersten Abend ließen wir gemütlich beim Abendessen ausklingen.

Am nächsten Tag ging es zunächst an den hauseigenen Badestrand am Forggensee.
Anschließend ging es nach Füssen. Auch wenn das Wetter nicht ganz so gut war, hat die kleine Stadt doch einges zu bieten. Wir bummelten durch die kleinen Gassen, hörten den Alphornbläsern zu und wanderten zum "Hohen Schloss zu Füssen", die über der Altstadt ragt. Der Innenhof ist geprägt durch Illusionsmalereien, mit angedeutet Fenstern und Erkern. Durch den Rittersaal und die Gemäldegalerien gelangten wir zum Uhrenturm, der uns einen herrlichen Blick auf die Altstadt und den Forggensee gewährte. 

Wieder in der Stadt angekommen, wurde das Wetter auch schön und wir genossen einen Eisbecher bei Sonnenschein bevor sich die Nachbarn in einem echten Dirndl-Laden eine Trachtenschau machten.
Den Nachmittag und Abend verbrachten wir auf dem riesigen Grundstück und gemütlich vor dem Kamin.

Montag, 13. Juni 2011

1050-Jahr-Feier in Eilenburg

  Am Wochenende ging es nach Eilenburg, wo die 1050-Jahr-Feier der Stadt voll im Gange war.
Am Samstagmorgen wurde gleich mit einem Quietsche-Enten-Rennen begonnen. 1050 gelbe Enten wurden von der Brücke hinabgekippt. Das Feld war weit auseinander gezogen, als ca. 20 Minuten später die erste Ente im Ziel einschwamm. Gewonnen haben wir leider nichts.

Nach dem Mittag ging es dann auf den Burgberg, wo sich ein kleiner Mittelaltermarkt angesiedelt hatte. Mit musikalischer Untermalung schlenderten wir durch die alten Stände, konnten Handwerker bestaunen, alte Badestätten oder Massagen nehmen. Gerade wieder in der Stadt angekommen, begann auch schon der Weltrekordversuch der Line Dancer. Auch das Abendprogramm war vielfältig,. Wir entschieden uns für den Mittelaltermarkt, wo am Abend auch Gaukler auftraten und eine Feuershow stattfand. Die Show war lustig und beeindruckend zugleich und wirklich empfehlenswert.

Am Sonntag gingen wir den Tag etwas ruhiger an. Es gab gleich zwei Highlights an diesem Tag. Am frühen Nachmittag fand der große Festumzug statt. Hier wurden die Geschichte der 1050 Jahre der Stadt mit über 70 Festwagen illustriert  Von Wildpferdjägern bis hin zu aktuellen Sportlern aus der Stadt war alles vertreten. Am Abend fand dann das große Abschlussfeuerwerk statt. 12 Minuten Feuerwerk mit musikalischer Begleitung ging über der Burgkulisse in die Luft.

Dienstag, 7. Juni 2011

Fahrsicherheitstraining beim ADAC

Jan hatte mir zu Weihnachten einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining in Augsburg geschenkt. Und da das Wetter langsam gut wird, wollten wir diesen nun einlösen und hatten einen Termin für den 07. Juni erhalten. Bereits Montag Abend reisten wir nach Augsburg an und ließen den Abend im "Mark's", welches wirklich vorzügliches Essen anbot, ausklingen. Am nächsten Morgen ging es dann gut gestärkt auf das ADAC Gelände. Dies liegt ziemlich versteckt außerhalb der Stadt an der Autobahn. Wir waren 8 Teilnehmer, die alle mit ihrem eigenen Auto teilnahmen. Eines davon war ein alter Rolls Royce ohne jegliche elektronische Unterstützung. Nachdem geklärt war was unsere Erwartungen an dieses Training sind, ging es auch schon los. Begonnen wurde mit einer leicheten Übung: Slalomfahren. Dann kam die Notfallbremsung. Schwierigkeit dabei: auch wirlich auf den Bremsen stehen bleiben. Denn die meisten Menschen lösen intuitiv gleich wieder die Bremse und rutschen so noch einige Meter weiter als sie müssten. Nun wurde das Wasser ins Spiel gebracht. Wir erfuhren so wie sich unser Auto verhält, wenn eine Seite auf nasser Fahrbahn und die andere auf trockener fährt. Vor der ersten Pause wurden dann noch die Wasserfontänen aufgedreht, die plötzlich während der Fahrt vor einem aus dem Boden schossen und man ausweichen musste. Dazu wurden noch Rechenaufgaben gestellt und je nach geradem oder ungerdem Ergebnisse musste links oder rechts ausgewichen werden. 
Für 9 € konnten wir uns im ADAC Zentrum an einem Mittagsbufett bedienen, natürlich exkl. der Getränke. Ich persönlich empfand das ein bißchen zu teuer, wohl auch weil ich nun nicht so der große Esser bin, der den Preis auch abessen würde. Aber da man weit ab vom Schuss ist, muss man wohl oder übel sich hier anschließen.
Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem super rutschigen Kreisverkehr. Hier sollten wir ausprobieren wann unser Auto ausbricht und mit welcher Bremsmethode wir einiger Maßen das Auto im Zaum halten können. Nächste Station war ein nasser Berg, an dem wir eine Vollbremsung hinlegen sollten. Man schlittert doch wesentlich weiter als angenommen, wenn es so bergab geht. Vor der Pause folgte dann noch eine Unterrichtung im vollbremsen bei unterschiedlicher Geschwindikeit. Auch hier wurde deutlich, dass man bei 30km/h noch relativ schnell zum stoppen kommt, bei 50km/h der Bremsweg zwar länger ist aber man dem Fußgänger eventuell noch ausweichen kann und bei 70km/h in der Stadt man eigentlich keine wirkliche Chance mehr hat.
Letzte Station war die Schleuderplatte. Hier fährt man mit ca. 40km/h auf die Platte zu, diese wird durch eine Lichtschranke ausgelöst und verdreht somit den hinteren Teil des Autos. Nun sollten wir versuchen, das Auto trotzdem noch in die richtige Richtung zu lenken. Bei mir hat es kein einziges Mal geklappt, ich drehte mich immer schön weiter. Wenn ich schon unter optimal Bedingungen (ich wusste was passiert) das Auto nicht halten kann, dann glaube ich kaum, dass ich das je in einer wirklichen Gefahrensituation schaffen würde. Dies bestätigte dann auch der Trainer, selbst er hätte es wohl neulich nicht geschafft und hätte sich auf der Straße gedreht.
Gegen 17 Uhr wurden uns die Zertifikate überreicht und wir konnten uns auf den Rückweg machen. 

Alles in Allem kann ich so ein Training nur jedem Empfehlen. Es macht wirklich Spaß einmal ganz bewusst die Grenzen seines Autos und vor allem auch von sich selbst auszutesten.

Dienstag, 26. April 2011

Bamberg

Nach Ostern verbrachten meine Eltern ein paar Tage in Erlangen, um sich die Gegend anzuschauen. Am Dienstag fuhren wir dann nach Bamberg. Nach einem kurzen Stadtrundgang fing es am Kaiserdom an zu regnen. Also beschlossen wir kurzer Hand die "Neue Residenz" zu besuchen. Hier im ehemaligen Sitz der Bamberger Fürstbischöfe befindet sich neben der Staatsgalerie auch über 40 Prunkräume. Wir sahen u.a. den Spiegelsaal, das Marmorzimmer und den Kaisersaal, welcher komplett mit Decken- und Wandmalereien geschmückt ist. Mittlerweile hatte der Regen wieder aufgehört und wir setzten unseren Spaziergang zum Michaelsberg. Dann ging es vorbei am "kleinen Venedig," quer durch die Stadt zurück zum Auto. Doch unsere Besichtigung war noch nicht zu Ende. Es ging etwas außerhalb von Bamberg zum Schloss Seehof. Lange Zeit war hier die Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe. Touristen können heute u.a. den "Weißen Saal" besichtigen und ein Wasserschauspiel in den wiederhergestellte Kaskade sowie einigen erhaltenen Sandsteinskulpturen bestaunen. Kurz bevor es wieder anfing zu regnen, kamen wir wieder am Auto an und fuhren zurück nach Erlangen.

Donnerstag, 10. März 2011

Abreise aus Dubai

Leider war dieser letzte Abreisetag etwas anstrengend. Nach einer sehr kurzen Nacht wurden bereits 3.30 Uhr über die Lautsprecher auf den Decks die ersten Abreisenden aufgerufen zu ihren Bussen zu gehen. Auch wenn wir erst 4.30 Uhr aufstehen mussten, waren wir so schon viel früher munter und jedes Mal wenn ich wieder eingeschlafen war, ertönte die nächste Ansage. Nach einem kurzen Frühstück wurden wir 5.23 Uhr zum Airport Transfer aufgerufen. Nach mehreren Sicherheitskontrollen waren wir dennoch 2,5 Stunden vor Abflug schon am Gate. Nach dem Borden mussten wir noch einmal 40 Minuten warten, da auf dem Dubaier Flughafen viel Betrieb war. Da dies wieder ein Vollcharter von AIDA Cruises war, hatten die meisten die erste Runde Schlaf schon vor dem Start hinter sich. Trotz verspäteten Abflugs kamen wir 13.30 Uhr auf dem Düsseldorfer Flughafen an. Glücklicherweise waren die Bahnstreiks auch schon vorüber und wir konnten einen direkten ICE vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Nürnberger Hauptbahnhof nehmen.

Mittwoch, 9. März 2011

Zurück in Dubai (UAE)

Wir standen schon eine Stunde vor Einlaufen in Dubai auf, in der Hoffnung eventuell einen Blick auf die Palmeninsel oder die Welt zu erhaschen. Jedoch waren wir schon weiter als angekündigt – von Abu Dhabi bis nach Dubai ist es nun auch nicht wirklich weit und wir hatten immerhin eine ganze Nacht für diese Fahrt zur Verfügung. Also gingen wir direkt zum Frühstück vor der diesigen Skyline von Dubai. Für 13.30 Uhr hatten wir bereits über das Internet im Burj Al Arab die Afternoon Tea Time reserviert. Nun stellte sich uns erstens die Frage was wir vorher noch machen, da es erst 10.30 Uhr war und zweitens wie wir dann zum Burj Al Arab kommen. AIDA selbst stellt im Hafen von Dubai keinen eigenen Shuttle zur Verfügung, dafür gibt es jedoch verschiedene Malls, die ein Shuttle vom Hafen zu ihrer Mall anbieten. Um den Hafenzuschlag beim Taxi zu sparen, setzten wir uns in den ersten Shuttlebus und dieser brachte uns zur Mercato Mall. Da diese schon in Richtung Burj Al Arab liegt, liefen wir zur Strandpromenade, um zu sehen wie weit wir noch entfernt sind und ob wir eventuell hinlaufen können. Zu unserer Enttäuschung sahen wir das Hotel nur in weiter Ferne im Dunst: laufen können wir dahin nicht. Also zurück zur Jumeirah Road und ein Taxi herangewunken. Es waren tatsächlich noch 10 km!

Wir stiegen am Public Beach vor dem Jumeirah Hotel aus, denn von hier hat man einen tollen Blick auf den Burj al Arab und spazierten gemächlich zum Einlass des Hotels. Hier kommt man wirklich nur mit Reservierung herein, die mit einer Liste der angemeldeten Gäste verglichen wird. Wir waren ca. 1 Stunde vor Reservierung hier und durften bereits auf das Gelände. Man kann sich mit dem Buggy zum Hotel fahren lassen. Wir bevorzugten es zu laufen, da wir so herrlichen Blick auf den Strand, das Jumeirah Hotel und den Burj al Arab hatten und es auch nicht mehr als 5 Gehminuten waren. Im Hotel wurden wir mit Duftwasser empfangen und konnten die farbenfrohe Empfangshalle bestaunen. Mich hatte schon immer interessiert was wohl hinter diesem Sonnensegel liegt: nun - nichts. Es befindet sich die bis oben offen gestaltete Empfangshalle dahinter. Wir schlenderten durch die erste Etage bis zum Panoramalift der Skyview Bar. Dieser Lift fährt ohne Zwischenhalt durch und man kann einen ersten Blick auf die Palmeninsel mit dem Atlantis Hotel genießen. Oben angekommen, wird man zu seinem Tisch geleitet. Wir hatten einen mit Stadtblick erwischt und so konnten wir in einiger Entfernung den Burj Kahlifa erkennen, direkt neben und unter uns das herrlich blaue Meer, die Palmeninsel und das Hotel Jumeirah.

Bald darauf begann auch schon die Teezeremonie. Zunächst wurde uns ein warmes Handtuch gereicht, dann ein Glas Champagner und ein paar Früchte. Danach erfolgte die Auswahl eines Tees, Wir entschieden uns für einen fruchtigen Apple Phantasie Tea und einen Chai Masala. Nun folgte der Hauptgang bestehend aus einer Etagere in Form des Burj Al Arabs. Wirklich hübsch dekorativ gemacht. Darauf waren Club Sandwiches, kleine Törtchen, Kekse, und abschließend neben einem Glas molekularisiertem Wasser zubereitet vom Mixtologen eine Erdbeere in weißer Schokolade. Während der ganzen Zeit wird man ständig umsorgt und bekommt vor allem auch die Sandwiches nachgelegt, wenn man möchte. Wir waren jedoch nach der Standardportion sehr gesättigt und verließen die Skyviewbar nach ca. 2,5 Stunden. Wirklich ein tolles Erlebnis.


Mit dem Taxi ließen wir uns zum Fort Fahidi bringen, was um diese Tageszeit ca. 50 Minuten aufgrund des Verkehrs dauert. Wir spazierten am Dubai Creek im strahlenden Sonnenschein entlang und gelangten so in den alten Stadtteil Bastakiya und zum Dubai Museum. Dieses alte Stadtteil wird von den typischen Windtürmen geprägt und es gibt zahlreiche Museen hier, die bis 14 Uhr auf haben. Wir sind schon zu spät und so setzen wir mit einer Abra über ans andere Ufer des Creeks. Die Fahrt mit diesem kleinen Wassertaxi ist auch ein Erlebnis. Man setzt sich einfach auf das kleine Schiffchen, welches keine Reling besitzt, wohl aber mal besessen hat, und wenn es voll ist sammelt der Fahrer 1 Dh ein und es geht los. Genauso schnell wie sich das Boot füllt, leert es sich dann auch am anderen Ufer wieder und jeder geht seiner Wege.

Uns verschlägt es zum Spice Souk. In den überdachten Gässchen wird man von allen Seiten angesprochen, sogar auf Deutsch versucht man es. Wie kommt man wohl am besten ins Gespräch? Hier hat jeder dieselbe Masche: man hält dem Tourist zwischen den Finger irgendein Gewürz unter die Nase und dieser soll erraten was es ist. Wir kaufen einige Gewürze und üben uns im Handeln. Dann geht es weiter zum Gold Souk. Hier wird uns das Gold zwar nicht unter die Nase gerieben, dafür bietet man uns an jeder Ecke eine „Copy Rolex“ etc an. Immerhin ist man ehrlich und sagt von vornherein dass es keine echte ist. Wir haben kein Interesse daran und eh man sich versieht kommt der nächste an, preist in den schönsten Tönen seine gute Qualitätsware an: "Schal aus Cashmere" oder "reine Baumwolle" und "hier sehen Sie", und "fassen Sie doch an". Und da war er der Fehler. Sobald man anfasst, hat man das Produkt auch schon in der Hand und der Händler will es nicht mehr zurück, nein er fordert auf mit reinzukommen. Tja, was will man machen, wenn man die gute Qualitätsware nicht einfach auf die Straße werfen möchte und weitermarschiert?  Letztendlich aber auch kein wirkliches Problem, wer nicht kaufen will, kauft nicht, es ist nur nervig wenn man immer wieder das Gleiche zu hören bekommt. Diese beiden Souks sollte man gesehen haben, sie strahlen auf ihre eigene Art und Weise das typisch arabische Flair aus - wenn auch größtenteils von Nicht-Arabern.

Wir machen uns auf die Suche nach einem Taxi denn inzwischen war es dunkel geworden und wir müssen heute noch Koffer packen. Nach dem Abendessen noch die traditionelle Farewell- und Laser-Show, Kofferpacken und dann ins Bett, denn lang wird diese Nacht nicht werden.