Samstag, 4. November 2017

El Nicho und Trinidad

Wie immer standen wir 8 Uhr auf um dann nach dem Frühstück mit dem Auto weiter Richtung Trinidad zu fahren. Auf dem Weg dahin machten wir in einem Naturpark einen Abstecher zum Wasserfall El Nicho. Mit 10CUC Eintritt pro Person auch nicht gerade billig und die Wege waren alles andere als ausgebaut, denn es ging über wacklige Stege über den Fluss hinweg. Dafür wurden wir mit einem wildromantischen Fluss belohnt der an einigen Stellen herrlich als Wasserfall seine Wege durch das Gestein geschlagen hatte. Vom Aussichtspunkt hatten wir dann noch Blick auf den einzigen Bergsee Kubas den Hanabanilla. Über die steilen und hügeligen Straßen ging es dann wieder mit unserer Karosse bei der schon seit Übernahme die ABS Leuchte aufleuchtet und wir heute morgen noch unter der Hilfe einiger hilfsbereiter Kubaner Luft in den Reifen gepumpt hatten nach Trinidad. Das Luftpumpen wird übrigens hier nach Gefühl gemacht. Am Playa Ingles machten wir vor Trinidad noch einen Stopp. Der Strand war einsam und verlassen, allerdings luden die vielen Algen im Meer dann doch nicht so zum Baden ein.
In Trinidad hatte unser gestriger Vermieter eine Unterkunft bei seinen Bekannten arrangiert so dass wir nicht lange suchen mussten. Auch diese ist schön, auch wenn im ersten Moment die Straße nicht gerade einladend wirkte.
Wir schlenderten etwas durch die “Neustadt”, ergatterten eine Internetkarte an einem der Plätze die einem durch viele auf ihre Handys starrenden Menschen schon von weitem auffällt, ich erfuhr dass ich meine Masterarbeit mit 1.0 bestanden hatte und darauf gönnten wir uns erst mal ein Abendessen dessen und ein paar Cocktails zur Feier des Tages. Diese sind hier auch recht billig und die Stadt ist sehr nett mit ihren Kopfsteinpflaster und schönen klassisch kubanischen Häusern.

Freitag, 3. November 2017

Cienfuegos

Nach dem Frühstück im Casa machten wir uns in die Innenstadt von Cienfuegos auf. Entlang des Malecon, der irgendwann in die „Prachtstraße“ Prado übergeht gelangten wir in die Fußgängerzone. Leider hab die Stadt nicht sehr viel her, außer einem schönen Theater und dem ältesten Friedhof Kubas auf dem auch Familienmitglieder Batistas liegen.
Also kehrten wir zeitig wieder im Casa ein, genossen bei leichtem Regen den Nachmittag auf der herrlichen Terasse und tranken vor dem Abendessen noch für 2 CUC pro Cocktail in einer Garage einen tollen Cocktail. Abendessen gab es dann im Casa, Hühnchen und Fisch mit Reis.

Donnerstag, 2. November 2017

Auf dem Weg nach Cienfuegos


Nach dem Frühstück versuchten wir es ein weiteres Mal an der Tankstelle. Ein amerikanischer Tourist erklärte mir auch dass die unterschiedlichen Preise für Touristen und Einheimische sind und wir fanden heraus: auch heute morgen war kein Benzin mehr da. Also ging es auf unsere Tour Richtung Havanna und von da wieder Richtung Süden nach Cienfuegos. Wir nahmen doch nicht die Landstrassen da diese uns in einem zu schlechten Zustand erschienen nach unseren gestrigen Erfahrungen. Gegen 15uhr kamen wir dann am Castillo de Juagua an. Das Castle liegt zwar idyllisch am Eingang zur Bucht ist seine 5CUC eintritt aber keinesfalls wert. Dann ging es weitere 45 min nach Cienfuegos.
In unserem Casa Maikel wurden wir schon erwartet, bekamen unser Zimmer mit großem Bett gezeigt und einen Espresso. Das Haus ist sehr groß und hat eine tolle Dachterasse mit herrlichem Blick auf die Stadt und die Bucht. Wir machten Uns als erstes auf den Weg Richtung Süden zum Punta Gorda. Auf dem Weg dahin liefen wir am Ufer entlang, sahen den herrlichen Sonnenuntergang über der Bucht hatten leckeres Abendessen auf einer Dachterasse über der Bucht und sehr gute Cocktails.

Mittwoch, 1. November 2017

Mit dem Pferd durch das Vinales-Tal


8.30 Uhr gab es wieder Frühstück im Casa und gegen 10uhr hatten gestern schon im Besucherzentrum einen Ausritt mit Guide in das Tal Vinales organisiert. Für Tim war es das erste Mal, dass er sich auf einem Gaul fortbewegte aber er meisterte das ganz gut. Den ersten Stopp machten wir an einer Tabakplantage. Hier erlangten wir zu der Erkenntnis dass die verschiedenen Tabaksorten Christo und co gar nicht von unterschiedlichen Tabaksorten kommen, sondern einfach nur unterschiedliche Ebenen der Pflanze abgepflückt werden. Ganz oben ist laut Guide der beste und stärkste Tabak zu finden. Ein Farmer, der hier alles noch mit Gaul und Hand bearbeiten musst, zeigte uns wie man Tabak rollt und bot uns auch an an einer Zigarre zu ziehen, was wir dann aber doch dankend ablehnten.
Weiter ging der Ritt durch Matsch und Sträucher durch herrliche Landschaft mit den bewachsenen, grünen Hügeln die auch Elefantenrücken genannt werden zu einer Kaffeeplantage. Wir sahen die weißen Bohnen bevor sie geröstet werden und bekamen auch einen Cocktail mit lokalem Ron (Rum) der charakteristisch eine kleine Guavenbeere in der Flasche hat. Dazu kam Sugar Cane, orange, Limettensaft und das ganze wurde aus einer Grapefruit getrunken. Dann ging es weiter. Die Hitze oder Cocktail oder beides setzten mir dann allerdings sehr zu und mir wurde schwindelig auf dem Gaul. Der Guide war total überfordert und verlor auch schlagartig seine englischkenntnisse aber glücklicherweise war mein Traumprinz von seinem braunen Gaul gestiegen und ich konnte in seine Arme gleiten. Da war mir dann aber auch schon komplett schwummrig vor den Augen und ich konnte grad noch so sagen dass ich die Beine hochlegen muss. In seiner Panik rief der Guide wohl einen englischsprechenden Guide an, den Tim dann erstmal erklären konnte es gehe mir bald besser. So war es dann auch und wir konnten unseren Ritt, der glücklicherweise nur noch 10min ging beenden. Dann fuhren wir erstmal ins Casa wo ich mich etwas erholte. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Auto noch etwas durch das Tal, wanderten zu einem sehr schönen Lookout und sahen das Prähistorische Wandgemälde welchen allerdings erst im letzten Jahrhundert von einem Künstler auf Felsen gemalt wurde. Unser Tank war halbvoll und so beschlossen wir zum ersten Mal zu tanken. Als wir nicht so recht wussten ob nun zuerst tanken und dann bezahlen sollten oder anders rum, fragte ich einen Tankwart und der meinte nur trocken „no, it’s finished today”.  Ok also kein Benzin mehr, morgen wieder.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Mietwagen-Scavenger-Hunt und Fahrt nach Viñales

Der Tag begann wieder mit einem Frühstück im Casa und der Verabschiedung von unserer Vermieterin Maria, die sich noch bei uns "muy guapo muchachos verabschiedete" und sich für meine Spanisch-Bemühungen sehr bedankte. Sie kam richtig in Gesprächslaune und erzählte dass die beiden schwulen Pärchen die mittlerweile in den Nachbarzimmern eingezogen waren ihr nicht geheuer sind und sie Angst hat. Doch etwas konservativ die Gute. Maria sollte uns eigentlich für 9.30 eines der Oldtimer Taxis organisieren mit dem wir dann durch die Stadt fahren wollten und am Ende beim Placa de Revolución an der Autovermietung enden wollten. Nun ja das Oldtimer Taxi hatte sie nicht verstanden weshalb ich es mit “sehr alt” auf Spanish umschrieben hatte und das hat sie... sagen wir sehr wörtlich genommen: der Fahrer musste den ersten Kilometer durch das offene Fenster greifen und die Tür von außen immer wieder zuschlagen und auch ansonsten war der Chevrolet einfach nur sehr, sehr alt. Für 10 Pesos sollte er uns zur Autovermietung bringen, aber an besagter Stelle war nix, der Placa de Revolución zudem auch noch die weit entfernt. Der Fahrer reagierte sehr genervt, meinte Maria hätte ihm gesagt es sei hier (obwohl wir ihm die Adresse auf der Reservierung gezeigt hatten) fuhr uns dann aber dennoch weiter. Plaza de Revolución mit den Konterfeis con Che und Fidel: auch nix. Weiter, wieder zurück wo er uns zuerst rauslassen wollte, ein paar Leute gefragt, eine Vermietstation gefunden. Tim rein um zu fragen, falsche Station wir sollten zum Hotel Havanna Libre. Dort angekommen wieder Tim rein: richtige Vermietung aber die falsche Station: immerhin bekamen wir eine neue Adresse. Hier meinte einer noch zu uns, dass die Station umgezogen sei, weil sie vor ein paar Wochen durch den Zyklon zerstört worden sei. In der Zwischenzeit kaufte der Fahrer uns netterweise ein paar Nüsse. Dann ging es ins Municipal Playa, mindestens noch mal 20min Fahrt und dann waren wir endlich da. Hier war bereits eine Schlange wartender deutscher Pärchen, die alle von einer Odyssee berichteten wie sie zu der Station gefunden hatten. Niemand von uns war über die neue Adresse informiert wurden. 
Nach gut einer Stunde Wartezeit wurden wir endlich „bearbeitet“.  Nachdem alle Details aufgenommen waren, inklusive jeglicher Kratzer und davon hatte das Auto mehr als genug, konnte es endlich losgehen. Dank der App die wir runtergeladen hatten (Navis dürfen nach Kuba nicht eingeführt werden, Handys sind ok) fanden wir schnell die Autopista de Pinar del Rio. Einen Stopp legten wir nach ca. 50min in Sorora ein. Hier wanderten wir ca 2km auf 380m Höhe und hatten vom „El Mirador“ wundervollen Blick auf die herrliche Landschaft, Palmenwälder, und sogar das karibische Meer. Dann ging es noch  zum El Salto einem tollen Wasserfall. Überall waren nur sehr wenig Touristen. 1.15 Stunde fuhren wir dann noch nach nach Viñales. Am Besucherzentrum organisierten wir uns gleich noch eine Tour für morgen und dann suchten wir unser Casa. Auch hier kamen wir ohne Fragen nicht weiter, aber die spanischen älteren Damen waren sehr hilfsbereit und so fanden wir schließlich unser Casa. Das Zimmer oder besser die Hütte ist der Hammer. Top modern, neues Bad, Klimaanlage. Deborah die Vermieterin hatte leider eine Unfall vor 2 Wochen, sodass Juan Carlos und Carolina ihre Tochter sehr viel machen mussten, dennoch wurden wir mit einem frisch gepressten Saft begrüßt und sie erklärte uns einiges über Viñales und wo wir gut Essen können. Eine dieser Lokale probierten wir dann auch aus und es schmeckte sehr gut und das Beste war die Cocktails kosteten nur 3.50- 5 Pesos. Beim Pina Colada bekamen wir die gute Flasche Rum sogar auf den Tisch gestellt und durften uns so viel einschenken wie wir wollten. 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Havanna

Zwischen 8 und 9 Uhr sollte es heute von unserer Vermieterin Frühstück geben. Das große Frühstück wie sie es nannte, bestand aus Tortilla, einem Brot mit Käse, einem Fruchtsalat, Saft und starkem kubanischen Kaffee. Gut gestärkt versuchte ich mit der Gastgeberin den heutigen und morgigen Tag zu planen. Sie organisierte uns ein Taxi welches uns zu nächst zum Fort de Morro brachte. Von dort hatten wir schönen Blick auf die Stadt Havanna. Dann ging es zurück zum Rum Museum und der nebenan gelegenen Bar Dos Hermanos, in der schon Ernest Hemingway trank. Da stimmten wir unseren Urlaub dann auch erstmal um 12 Uhr mittags mit Cuba Libre an. Wir sahen später auch noch die Bodega dem Medio und das Sloppy Joes und zumindest das erstere ist einfach nur noch von Touristen überrannt, die meisten davon machen nur Fotos. Durch die Altstadt mit ihren beeindruckenden Bauten und Architekturen ging es dann an Kirchen vorbei durch zahlreiche Gassen. Immer wieder beeindruckend waren die vielen Oldtimer in den knalligsten Farben und sehr gut erhalten und aufpoliert.
Wir sahen auch das Capitol welches eine getreue Nachbildung des Washington Capitols sein soll, momentan aber restauriert wird. Vom Chinatown ist außer ein paar chinesischen Restaurants nicht mehr viel übrig dafür sahen wir auch im Centro Havanna, wo nicht so viele Gelder für Restauration hinfliegen sehr viele zerfallene Häuser. Man kann ihren Charme noch erahnen und dennoch ist man überrascht dass darin noch Menschen leben.
Im Casa trafen wir dann auf neue Mitbewohner, und da die Welt so klein ist, kamen die natürlich aus Weißenfels. Diese engagierten mich gleich als Übersetzer da einer davon Veganer war und übermitteln wollte was er alles nicht isst zum Frühstück. Kurz nach 18uhr machten wir uns wieder auf den Weg zu einem der Paladar. Das sind Privatrestaurants die eigentlich zu einem Günstigen Preis gutes Essen anbieten. Nun gut war das Essen zwar mit etwas Salat, Brot mit Knoblauchöl, frittierten Bananen, Reis mit Bohnen und jeweils Huhn mit Ananas oder BBQ Sauce aber auch ziemlich teuer mit 12CUC was umgerechnet USD 12 entspricht. An Moneda Nacional sind wir noch nicht rangekommen, nur an den Peso Convertible, da die Wechselstuben entweder geschlossen waren oder eine sehr lange Schlange schon vor der Tür wartete.


Samstag, 28. Oktober 2017

Auf geht es nach Kuba - auch ohne Air Berlin

Nachdem die Vorbereitung der Reise uns ja bereits mehr als genug Nerven, Zeit und Geld gekostet hat, hofften wir nun endlich den Urlaub auch genießen zu können. Den Mietwagen, mit dem es zum Münchener Flughafen ging, hatten wir bereits gestern übernommen, so dass wir heute nicht zu zeitig aufstehen mussten. Beim Aufstehen bemerkten wir dann schon den Orkan der draußen wütete, aber bis zum Flughafen war es kein Problem. Der etwas verspätete Start hingegen war sehr, sehr wackelig und der Kapitän musste noch mal richtig Gas geben damit wir schnell abhoben, an Höhe gewannen und über den Sturm kamen. Der Flug war dann ereignislos bis wir auf Kuba nach einer extra Runde wieder sehr holprig und schräg landeten. Die Einreise ging schnell, die Koffer dauerten, der Geldautomat spuckte kein Geld mehr aus, dafür hatten aber 2 Schalter zum Geldwechseln offen. 18.40Uhr machten wir uns dann auf die Suche nach unserem vom Casa organisierten Fahrer, doch wir suchten vergeblich. Dafür würden wir von vielen anderen Fahrern angesprochen. Mit einem handelten wir dann auch einen Festpreis aus und er setzte uns direkt vor unserem Casa Particular ab. 
Und nun begann das Abenteuer. Beim Betätigen der Klingel flog gleich mal im ganzen Haus die Sicherung raus. Dann kam Maria und ihr Mann, im Dunkeln ging es die steilen Treppen hinauf. Als das Licht wieder ging bekamen wir unser einfaches Zimmer. Maria plapperte auf mich ein und spricht nur Spanisch aber irgendwie konnten wir uns verständigen und ich erfuhr nun auch, dass das Taxi welches uns abholen sollte, kaputt sei. Nun ja, ob ich eine Info bekommen habe weiß ich leider nicht da ich kein Internet hatte. 
Beim Duschen dann das nächste Highlight: der Erhitzer für das Wasser ist gleich im Duschkopf integriert und weniger professionell an das Stromnetz angeschlossen. Die Sicherung flog auch beim Duschen ständig raus, praktischerweise ist sie gleich neben der Dusche, so konnte es schnell weitergehen.