Dienstag, 31. Oktober 2017

Mietwagen-Scavenger-Hunt und Fahrt nach Viñales

Der Tag begann wieder mit einem Frühstück im Casa und der Verabschiedung von unserer Vermieterin Maria, die sich noch bei uns "muy guapo muchachos verabschiedete" und sich für meine Spanisch-Bemühungen sehr bedankte. Sie kam richtig in Gesprächslaune und erzählte dass die beiden schwulen Pärchen die mittlerweile in den Nachbarzimmern eingezogen waren ihr nicht geheuer sind und sie Angst hat. Doch etwas konservativ die Gute. Maria sollte uns eigentlich für 9.30 eines der Oldtimer Taxis organisieren mit dem wir dann durch die Stadt fahren wollten und am Ende beim Placa de Revolución an der Autovermietung enden wollten. Nun ja das Oldtimer Taxi hatte sie nicht verstanden weshalb ich es mit “sehr alt” auf Spanish umschrieben hatte und das hat sie... sagen wir sehr wörtlich genommen: der Fahrer musste den ersten Kilometer durch das offene Fenster greifen und die Tür von außen immer wieder zuschlagen und auch ansonsten war der Chevrolet einfach nur sehr, sehr alt. Für 10 Pesos sollte er uns zur Autovermietung bringen, aber an besagter Stelle war nix, der Placa de Revolución zudem auch noch die weit entfernt. Der Fahrer reagierte sehr genervt, meinte Maria hätte ihm gesagt es sei hier (obwohl wir ihm die Adresse auf der Reservierung gezeigt hatten) fuhr uns dann aber dennoch weiter. Plaza de Revolución mit den Konterfeis con Che und Fidel: auch nix. Weiter, wieder zurück wo er uns zuerst rauslassen wollte, ein paar Leute gefragt, eine Vermietstation gefunden. Tim rein um zu fragen, falsche Station wir sollten zum Hotel Havanna Libre. Dort angekommen wieder Tim rein: richtige Vermietung aber die falsche Station: immerhin bekamen wir eine neue Adresse. Hier meinte einer noch zu uns, dass die Station umgezogen sei, weil sie vor ein paar Wochen durch den Zyklon zerstört worden sei. In der Zwischenzeit kaufte der Fahrer uns netterweise ein paar Nüsse. Dann ging es ins Municipal Playa, mindestens noch mal 20min Fahrt und dann waren wir endlich da. Hier war bereits eine Schlange wartender deutscher Pärchen, die alle von einer Odyssee berichteten wie sie zu der Station gefunden hatten. Niemand von uns war über die neue Adresse informiert wurden. 
Nach gut einer Stunde Wartezeit wurden wir endlich „bearbeitet“.  Nachdem alle Details aufgenommen waren, inklusive jeglicher Kratzer und davon hatte das Auto mehr als genug, konnte es endlich losgehen. Dank der App die wir runtergeladen hatten (Navis dürfen nach Kuba nicht eingeführt werden, Handys sind ok) fanden wir schnell die Autopista de Pinar del Rio. Einen Stopp legten wir nach ca. 50min in Sorora ein. Hier wanderten wir ca 2km auf 380m Höhe und hatten vom „El Mirador“ wundervollen Blick auf die herrliche Landschaft, Palmenwälder, und sogar das karibische Meer. Dann ging es noch  zum El Salto einem tollen Wasserfall. Überall waren nur sehr wenig Touristen. 1.15 Stunde fuhren wir dann noch nach nach Viñales. Am Besucherzentrum organisierten wir uns gleich noch eine Tour für morgen und dann suchten wir unser Casa. Auch hier kamen wir ohne Fragen nicht weiter, aber die spanischen älteren Damen waren sehr hilfsbereit und so fanden wir schließlich unser Casa. Das Zimmer oder besser die Hütte ist der Hammer. Top modern, neues Bad, Klimaanlage. Deborah die Vermieterin hatte leider eine Unfall vor 2 Wochen, sodass Juan Carlos und Carolina ihre Tochter sehr viel machen mussten, dennoch wurden wir mit einem frisch gepressten Saft begrüßt und sie erklärte uns einiges über Viñales und wo wir gut Essen können. Eine dieser Lokale probierten wir dann auch aus und es schmeckte sehr gut und das Beste war die Cocktails kosteten nur 3.50- 5 Pesos. Beim Pina Colada bekamen wir die gute Flasche Rum sogar auf den Tisch gestellt und durften uns so viel einschenken wie wir wollten. 

Sonntag, 29. Oktober 2017

Havanna

Zwischen 8 und 9 Uhr sollte es heute von unserer Vermieterin Frühstück geben. Das große Frühstück wie sie es nannte, bestand aus Tortilla, einem Brot mit Käse, einem Fruchtsalat, Saft und starkem kubanischen Kaffee. Gut gestärkt versuchte ich mit der Gastgeberin den heutigen und morgigen Tag zu planen. Sie organisierte uns ein Taxi welches uns zu nächst zum Fort de Morro brachte. Von dort hatten wir schönen Blick auf die Stadt Havanna. Dann ging es zurück zum Rum Museum und der nebenan gelegenen Bar Dos Hermanos, in der schon Ernest Hemingway trank. Da stimmten wir unseren Urlaub dann auch erstmal um 12 Uhr mittags mit Cuba Libre an. Wir sahen später auch noch die Bodega dem Medio und das Sloppy Joes und zumindest das erstere ist einfach nur noch von Touristen überrannt, die meisten davon machen nur Fotos. Durch die Altstadt mit ihren beeindruckenden Bauten und Architekturen ging es dann an Kirchen vorbei durch zahlreiche Gassen. Immer wieder beeindruckend waren die vielen Oldtimer in den knalligsten Farben und sehr gut erhalten und aufpoliert.
Wir sahen auch das Capitol welches eine getreue Nachbildung des Washington Capitols sein soll, momentan aber restauriert wird. Vom Chinatown ist außer ein paar chinesischen Restaurants nicht mehr viel übrig dafür sahen wir auch im Centro Havanna, wo nicht so viele Gelder für Restauration hinfliegen sehr viele zerfallene Häuser. Man kann ihren Charme noch erahnen und dennoch ist man überrascht dass darin noch Menschen leben.
Im Casa trafen wir dann auf neue Mitbewohner, und da die Welt so klein ist, kamen die natürlich aus Weißenfels. Diese engagierten mich gleich als Übersetzer da einer davon Veganer war und übermitteln wollte was er alles nicht isst zum Frühstück. Kurz nach 18uhr machten wir uns wieder auf den Weg zu einem der Paladar. Das sind Privatrestaurants die eigentlich zu einem Günstigen Preis gutes Essen anbieten. Nun gut war das Essen zwar mit etwas Salat, Brot mit Knoblauchöl, frittierten Bananen, Reis mit Bohnen und jeweils Huhn mit Ananas oder BBQ Sauce aber auch ziemlich teuer mit 12CUC was umgerechnet USD 12 entspricht. An Moneda Nacional sind wir noch nicht rangekommen, nur an den Peso Convertible, da die Wechselstuben entweder geschlossen waren oder eine sehr lange Schlange schon vor der Tür wartete.


Samstag, 28. Oktober 2017

Auf geht es nach Kuba - auch ohne Air Berlin

Nachdem die Vorbereitung der Reise uns ja bereits mehr als genug Nerven, Zeit und Geld gekostet hat, hofften wir nun endlich den Urlaub auch genießen zu können. Den Mietwagen, mit dem es zum Münchener Flughafen ging, hatten wir bereits gestern übernommen, so dass wir heute nicht zu zeitig aufstehen mussten. Beim Aufstehen bemerkten wir dann schon den Orkan der draußen wütete, aber bis zum Flughafen war es kein Problem. Der etwas verspätete Start hingegen war sehr, sehr wackelig und der Kapitän musste noch mal richtig Gas geben damit wir schnell abhoben, an Höhe gewannen und über den Sturm kamen. Der Flug war dann ereignislos bis wir auf Kuba nach einer extra Runde wieder sehr holprig und schräg landeten. Die Einreise ging schnell, die Koffer dauerten, der Geldautomat spuckte kein Geld mehr aus, dafür hatten aber 2 Schalter zum Geldwechseln offen. 18.40Uhr machten wir uns dann auf die Suche nach unserem vom Casa organisierten Fahrer, doch wir suchten vergeblich. Dafür würden wir von vielen anderen Fahrern angesprochen. Mit einem handelten wir dann auch einen Festpreis aus und er setzte uns direkt vor unserem Casa Particular ab. 
Und nun begann das Abenteuer. Beim Betätigen der Klingel flog gleich mal im ganzen Haus die Sicherung raus. Dann kam Maria und ihr Mann, im Dunkeln ging es die steilen Treppen hinauf. Als das Licht wieder ging bekamen wir unser einfaches Zimmer. Maria plapperte auf mich ein und spricht nur Spanisch aber irgendwie konnten wir uns verständigen und ich erfuhr nun auch, dass das Taxi welches uns abholen sollte, kaputt sei. Nun ja, ob ich eine Info bekommen habe weiß ich leider nicht da ich kein Internet hatte. 
Beim Duschen dann das nächste Highlight: der Erhitzer für das Wasser ist gleich im Duschkopf integriert und weniger professionell an das Stromnetz angeschlossen. Die Sicherung flog auch beim Duschen ständig raus, praktischerweise ist sie gleich neben der Dusche, so konnte es schnell weitergehen.

Dienstag, 18. April 2017

Erholung am Strand

Die letzten Tage am Strand vergingen wirklich wahnsinnig schnell. Das Wetter war toll, immer über 30 Grad, das Meer warm, der Pool fast zu warm. Das Resort war wirklich sehr schön, und Abendessen gab es in den umliegenden Restaurants zu günstigen Preis.
Am letzten Abend gönnten wir uns auch endlich meinen lang ersehnten Hotpot. Da bekommt man eine köchelnde Brühe auf den Tisch gesetzt, in die man dann allerlei Fleisch, Meerestiere, Gemüse und Nudeln hineingibt. Sehr lecker.

Ansonsten machten wir am Samstag Noch einen Ausflug mit einem lokalen Guide zu den weißen Sanddünen, die nach einem vor mehreren Jahren plötzlich in der Nähe Mui Ne sich gebildet hatten. Den Fairy Stream, einem kleinen Rinnsal wateten wir im seichten Wasser entlang, kletterten im Ares Canyon herum, sahen das fotogene Fischerdorf Mui Ne und erlebten den Sonnenuntergang an den gelben Sanddünen.


Nun haben wir schon ausgecheckt, liegen noch auf den Liegestühlen mit Blick auf das Meer und warten auf den Bus. Dann wird es zunächst 4.5h zurück nach Saigon gehen, bis wir dann heut Abend endlich 23 Uhr fliegen. Das wird noch ein langer Tag.

Donnerstag, 13. April 2017

Auf zum erholsamen Teil der Reise

Am Morgen verabschiedeten wir uns von denen die nicht die badeverlängerung gebucht haben und am Abend von Saigon über Hanoi nach Deutschland zurückfliegen. Wir brachen 8.30Uhr auf Richtung Phan Tiet im Osten. Unterwegs stoppten wir noch an einer Drachenfruchtplantage und lernten dass es hier im Gebiet möglich ist 3 Ernten im Jahr zu erlangen: die erste ist die bekannte weiße, die 2. Generation ist innen dann schon gelblich und die 3. die wir sahen war saftig rot innen. Allerdings hat so ein Drachenfruchtbusch nach 2 Jahren auch sein Leben ausgehaucht und ein neuer muss gesetzt werden. Kurz nach 13 Uhr kamen wir im Amaryllis Resort an und konnten auch gleich unsere Zimmer beziehen.
Den Nachmittag verbrachten wir am Meer. Das Prinzip des Liegestuhl-Reservierens ist hier ein anderes: man muss zunächst zur Rezeption, wo man sich auf einem Plan die noch freien Liegestühle auswählen kann, bekommt dann einen Zettel mit dem man wiederum zum Poolboy geht, der einem dann zu seinen Liegestühlen für den Tag geleitet. Möchte man nun irgendwann zum Pool wechseln erwartet einen das gleiche Spiel.
Das Meer ist angenehm warm und von den Sandflöhen merkten wir heute noch nichts. Ein Mitreisender hatte sich damit jedoch schon intensiv auseinandergesetzt und gab uns den Tipp mit Socken ins Meer zu gehen. Ich hoffe einfach erstmal dass die Tiere wirklich nur am Morgen und Abend aktiv sind und werde mir meine Beine zusätzlich noch mit Insektenschutz einreiben.
Am frühen Abend verspürten wir aufgrund des fehlenden Mittagessen bald Hunger und erkundeten die Umgebung da uns das Hotel doch zu teuer erschien. In der Nähe sind 2 Restaurants und wir ließen uns an dem an der Hauptstraße nieder. Für 288 VND bekamen wir 2 Getränke, eine Vorspeise, 2 Hauptmahlzeiten und einen Nachtisch mit 2 vietnamesischen Kaffees. Das war angemessen für die Gegend hier und wir waren gut satt.

Mittwoch, 12. April 2017

Das Tunnelsystem der Vietcong und Saigon

Der Guide hatte unsere Ablaufplan etwas umgestellt und den Ausflug zu den Tunneln der Vietkong in Cu Chi auf heute morgen verlegt damit wir morgen eher im Hotel am stand sind und nicht erst 3h in die andere Richtung fahren müssen. 7.30Uhr war bereits Abfahrt denn wir wollten einer der ersten Busse sein und die Fahrt dauerte bereits 90min. Als zweiter Bus kamen wir dann an und nach einem kurzen Dokumentarfilm der uns das Leben und die Gründe im Tunnelsystem nahebrachte liefen wir durch das Gelände. Wir sahen unterschiedliche Fallen die alle darauf bedacht waren den Feind ( die Amerikaner) aufzuspießen, Eingänge die so schmal waren dass wir fast gar nicht glaubten dass man darin verschwinden konnte und krochen selbst ca. 30m durch einen Tunnel. Ich kann verstehen, dass dieses Gebiete nicht durch die Amerikaner eingenommen werden konnte und sie davon sprachen dass der Gegner plötzlich verschwand und dann an ganz anderer Stelle wieder auftauchte. Wieder zurück in Saigon sahen wir die Emperor-of-Jade-Pagode und aßen eine leckere Nudelsuppe (Pho) zum Mittag. Am Nachmittag ging es dann in Kriegsrelikte Museum. Hier erwartete uns teilweise recht schwere Kost. Bilder aus dem Krieg und vor allem auch die Nachwirkung der Chemieangriffe waren schon der heftig. Das berühmte Bild des Napalm Mädchens war ebenfalls ausgestellt. Nach dem Krieg bis 2002 sind immernoch 42000 Menschen durch die übriggebliebenen Landminen gestorben und es gibt mehr als 62000 Verletze ganz zu schweigen von den vielen Kindern, die mit Behinderungen zur Welt kommen.
Krönender Abschluss unserer Rundreise bildete dann der Palast des Präsidenten bzw. Palast der Wiedervereinigung wie er seit diesem Ereignis heißt.
Am Abend kauften wir noch Souvenirs auf dem Binh-Tey Market und aßen auf dem Street Food market leckeres asiatisches Essen.

Dienstag, 11. April 2017

Durch das Mekong Delta nach Saigon

Frühmorgens unternahmen wir einen Ausflug zum schwimmenden Markt von Cai Rang, dem größten und meistbesuchten Markt im Mekong-Delta. Die frühen Morgenstunden sind für einen Marktbesuch am besten geeignet, denn ab 9Uhr lässt der Trubel schon wieder nach. Händler präsentieren ihre Waren, während sich die Käufer auf kleineren Booten zwischen den großen Barken der Verkäufer tummeln. Wir schipperten durch den Markt und ließen das Treiben auf uns wirken. Auf einem Bild in der Markthalle sahen wir wie der schwimmende Markt noch vor ein paar Jahren aussah: viel mehr Barken! Der Reiseleiter teilte uns auch mit, dass er feststellt dAss es von Jahr zu Jahr weniger Händler werden. Die Konkurrenz an Land durch Supermärkte und größere Ketten sei auch in Vietnam größer geworden und bedeutet den Untergang für die verbliebenen schwimmenden Märkte. Anschließend erfolgt die Weiterfahrt nach Ho-Chi-Minh-Stadt, die bei den Einheimischen immer noch Saigon heißt. Hier spazierten wir am Nachmittag noch durch Chinatown und sahen eine Pagode und das große chinesische Viertel Cholon. Ho-Chi-Minh-Stadt ist eine pulsierende Metropole, in der das traditionelle Leben auf die Moderne trifft. Neu erbaute Hochhäuser stehen hier Seite an Seite mit Häusern aus der Kolonialzeit und antiken Tempeln. Von der Haupteinkaufsstraße Dong Khoi, dem Rathaus und dem alten Opernhaus führte die Tour zur neo-romanischen Kathedrale Notre Dame und weiter zur Hauptpost. Dann bezogen wir unsere Zimmer im le Duy Hotel. Leider hatte unser Zimmer kein Fenster nur in der Dusche einen kleinen Ausguck. Nachdem wir uns an der Rezeption beschwert hatten, bekamen wir allerdings später noch ein besseres Zimmer.
Gehen Abend machte unser Guide Binh noch einen kurzen Stadtrundgang zum
Binh-Tay-Markt, einem Großhandelsmarkt, auf dem es alle Arten von Produkten gibt. Eine kleine Gruppe entschied sich dann auf den Financial Tower in eine Bar zu fahren. Die Aussichtsplattform hätte 8€ gekostet, die Bar war umsonst, man müsste allerdings etwas trinken. Die Preise waren dementsprechend hoch aber dafür konnten wir den Sonnenuntergang und der Aufgang des roten Mondes bei Livemusik genießen.
Essen gingen wir anschließend im BBQ Garden, wo wir an unserem Tisch leckeres Fleisch Grillen konnten.