Montag, 13. Juni 2011

1050-Jahr-Feier in Eilenburg

  Am Wochenende ging es nach Eilenburg, wo die 1050-Jahr-Feier der Stadt voll im Gange war.
Am Samstagmorgen wurde gleich mit einem Quietsche-Enten-Rennen begonnen. 1050 gelbe Enten wurden von der Brücke hinabgekippt. Das Feld war weit auseinander gezogen, als ca. 20 Minuten später die erste Ente im Ziel einschwamm. Gewonnen haben wir leider nichts.

Nach dem Mittag ging es dann auf den Burgberg, wo sich ein kleiner Mittelaltermarkt angesiedelt hatte. Mit musikalischer Untermalung schlenderten wir durch die alten Stände, konnten Handwerker bestaunen, alte Badestätten oder Massagen nehmen. Gerade wieder in der Stadt angekommen, begann auch schon der Weltrekordversuch der Line Dancer. Auch das Abendprogramm war vielfältig,. Wir entschieden uns für den Mittelaltermarkt, wo am Abend auch Gaukler auftraten und eine Feuershow stattfand. Die Show war lustig und beeindruckend zugleich und wirklich empfehlenswert.

Am Sonntag gingen wir den Tag etwas ruhiger an. Es gab gleich zwei Highlights an diesem Tag. Am frühen Nachmittag fand der große Festumzug statt. Hier wurden die Geschichte der 1050 Jahre der Stadt mit über 70 Festwagen illustriert  Von Wildpferdjägern bis hin zu aktuellen Sportlern aus der Stadt war alles vertreten. Am Abend fand dann das große Abschlussfeuerwerk statt. 12 Minuten Feuerwerk mit musikalischer Begleitung ging über der Burgkulisse in die Luft.

Dienstag, 7. Juni 2011

Fahrsicherheitstraining beim ADAC

Jan hatte mir zu Weihnachten einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining in Augsburg geschenkt. Und da das Wetter langsam gut wird, wollten wir diesen nun einlösen und hatten einen Termin für den 07. Juni erhalten. Bereits Montag Abend reisten wir nach Augsburg an und ließen den Abend im "Mark's", welches wirklich vorzügliches Essen anbot, ausklingen. Am nächsten Morgen ging es dann gut gestärkt auf das ADAC Gelände. Dies liegt ziemlich versteckt außerhalb der Stadt an der Autobahn. Wir waren 8 Teilnehmer, die alle mit ihrem eigenen Auto teilnahmen. Eines davon war ein alter Rolls Royce ohne jegliche elektronische Unterstützung. Nachdem geklärt war was unsere Erwartungen an dieses Training sind, ging es auch schon los. Begonnen wurde mit einer leicheten Übung: Slalomfahren. Dann kam die Notfallbremsung. Schwierigkeit dabei: auch wirlich auf den Bremsen stehen bleiben. Denn die meisten Menschen lösen intuitiv gleich wieder die Bremse und rutschen so noch einige Meter weiter als sie müssten. Nun wurde das Wasser ins Spiel gebracht. Wir erfuhren so wie sich unser Auto verhält, wenn eine Seite auf nasser Fahrbahn und die andere auf trockener fährt. Vor der ersten Pause wurden dann noch die Wasserfontänen aufgedreht, die plötzlich während der Fahrt vor einem aus dem Boden schossen und man ausweichen musste. Dazu wurden noch Rechenaufgaben gestellt und je nach geradem oder ungerdem Ergebnisse musste links oder rechts ausgewichen werden. 
Für 9 € konnten wir uns im ADAC Zentrum an einem Mittagsbufett bedienen, natürlich exkl. der Getränke. Ich persönlich empfand das ein bißchen zu teuer, wohl auch weil ich nun nicht so der große Esser bin, der den Preis auch abessen würde. Aber da man weit ab vom Schuss ist, muss man wohl oder übel sich hier anschließen.
Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem super rutschigen Kreisverkehr. Hier sollten wir ausprobieren wann unser Auto ausbricht und mit welcher Bremsmethode wir einiger Maßen das Auto im Zaum halten können. Nächste Station war ein nasser Berg, an dem wir eine Vollbremsung hinlegen sollten. Man schlittert doch wesentlich weiter als angenommen, wenn es so bergab geht. Vor der Pause folgte dann noch eine Unterrichtung im vollbremsen bei unterschiedlicher Geschwindikeit. Auch hier wurde deutlich, dass man bei 30km/h noch relativ schnell zum stoppen kommt, bei 50km/h der Bremsweg zwar länger ist aber man dem Fußgänger eventuell noch ausweichen kann und bei 70km/h in der Stadt man eigentlich keine wirkliche Chance mehr hat.
Letzte Station war die Schleuderplatte. Hier fährt man mit ca. 40km/h auf die Platte zu, diese wird durch eine Lichtschranke ausgelöst und verdreht somit den hinteren Teil des Autos. Nun sollten wir versuchen, das Auto trotzdem noch in die richtige Richtung zu lenken. Bei mir hat es kein einziges Mal geklappt, ich drehte mich immer schön weiter. Wenn ich schon unter optimal Bedingungen (ich wusste was passiert) das Auto nicht halten kann, dann glaube ich kaum, dass ich das je in einer wirklichen Gefahrensituation schaffen würde. Dies bestätigte dann auch der Trainer, selbst er hätte es wohl neulich nicht geschafft und hätte sich auf der Straße gedreht.
Gegen 17 Uhr wurden uns die Zertifikate überreicht und wir konnten uns auf den Rückweg machen. 

Alles in Allem kann ich so ein Training nur jedem Empfehlen. Es macht wirklich Spaß einmal ganz bewusst die Grenzen seines Autos und vor allem auch von sich selbst auszutesten.

Dienstag, 26. April 2011

Bamberg

Nach Ostern verbrachten meine Eltern ein paar Tage in Erlangen, um sich die Gegend anzuschauen. Am Dienstag fuhren wir dann nach Bamberg. Nach einem kurzen Stadtrundgang fing es am Kaiserdom an zu regnen. Also beschlossen wir kurzer Hand die "Neue Residenz" zu besuchen. Hier im ehemaligen Sitz der Bamberger Fürstbischöfe befindet sich neben der Staatsgalerie auch über 40 Prunkräume. Wir sahen u.a. den Spiegelsaal, das Marmorzimmer und den Kaisersaal, welcher komplett mit Decken- und Wandmalereien geschmückt ist. Mittlerweile hatte der Regen wieder aufgehört und wir setzten unseren Spaziergang zum Michaelsberg. Dann ging es vorbei am "kleinen Venedig," quer durch die Stadt zurück zum Auto. Doch unsere Besichtigung war noch nicht zu Ende. Es ging etwas außerhalb von Bamberg zum Schloss Seehof. Lange Zeit war hier die Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe. Touristen können heute u.a. den "Weißen Saal" besichtigen und ein Wasserschauspiel in den wiederhergestellte Kaskade sowie einigen erhaltenen Sandsteinskulpturen bestaunen. Kurz bevor es wieder anfing zu regnen, kamen wir wieder am Auto an und fuhren zurück nach Erlangen.

Donnerstag, 10. März 2011

Abreise aus Dubai

Leider war dieser letzte Abreisetag etwas anstrengend. Nach einer sehr kurzen Nacht wurden bereits 3.30 Uhr über die Lautsprecher auf den Decks die ersten Abreisenden aufgerufen zu ihren Bussen zu gehen. Auch wenn wir erst 4.30 Uhr aufstehen mussten, waren wir so schon viel früher munter und jedes Mal wenn ich wieder eingeschlafen war, ertönte die nächste Ansage. Nach einem kurzen Frühstück wurden wir 5.23 Uhr zum Airport Transfer aufgerufen. Nach mehreren Sicherheitskontrollen waren wir dennoch 2,5 Stunden vor Abflug schon am Gate. Nach dem Borden mussten wir noch einmal 40 Minuten warten, da auf dem Dubaier Flughafen viel Betrieb war. Da dies wieder ein Vollcharter von AIDA Cruises war, hatten die meisten die erste Runde Schlaf schon vor dem Start hinter sich. Trotz verspäteten Abflugs kamen wir 13.30 Uhr auf dem Düsseldorfer Flughafen an. Glücklicherweise waren die Bahnstreiks auch schon vorüber und wir konnten einen direkten ICE vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Nürnberger Hauptbahnhof nehmen.

Mittwoch, 9. März 2011

Zurück in Dubai (UAE)

Wir standen schon eine Stunde vor Einlaufen in Dubai auf, in der Hoffnung eventuell einen Blick auf die Palmeninsel oder die Welt zu erhaschen. Jedoch waren wir schon weiter als angekündigt – von Abu Dhabi bis nach Dubai ist es nun auch nicht wirklich weit und wir hatten immerhin eine ganze Nacht für diese Fahrt zur Verfügung. Also gingen wir direkt zum Frühstück vor der diesigen Skyline von Dubai. Für 13.30 Uhr hatten wir bereits über das Internet im Burj Al Arab die Afternoon Tea Time reserviert. Nun stellte sich uns erstens die Frage was wir vorher noch machen, da es erst 10.30 Uhr war und zweitens wie wir dann zum Burj Al Arab kommen. AIDA selbst stellt im Hafen von Dubai keinen eigenen Shuttle zur Verfügung, dafür gibt es jedoch verschiedene Malls, die ein Shuttle vom Hafen zu ihrer Mall anbieten. Um den Hafenzuschlag beim Taxi zu sparen, setzten wir uns in den ersten Shuttlebus und dieser brachte uns zur Mercato Mall. Da diese schon in Richtung Burj Al Arab liegt, liefen wir zur Strandpromenade, um zu sehen wie weit wir noch entfernt sind und ob wir eventuell hinlaufen können. Zu unserer Enttäuschung sahen wir das Hotel nur in weiter Ferne im Dunst: laufen können wir dahin nicht. Also zurück zur Jumeirah Road und ein Taxi herangewunken. Es waren tatsächlich noch 10 km!

Wir stiegen am Public Beach vor dem Jumeirah Hotel aus, denn von hier hat man einen tollen Blick auf den Burj al Arab und spazierten gemächlich zum Einlass des Hotels. Hier kommt man wirklich nur mit Reservierung herein, die mit einer Liste der angemeldeten Gäste verglichen wird. Wir waren ca. 1 Stunde vor Reservierung hier und durften bereits auf das Gelände. Man kann sich mit dem Buggy zum Hotel fahren lassen. Wir bevorzugten es zu laufen, da wir so herrlichen Blick auf den Strand, das Jumeirah Hotel und den Burj al Arab hatten und es auch nicht mehr als 5 Gehminuten waren. Im Hotel wurden wir mit Duftwasser empfangen und konnten die farbenfrohe Empfangshalle bestaunen. Mich hatte schon immer interessiert was wohl hinter diesem Sonnensegel liegt: nun - nichts. Es befindet sich die bis oben offen gestaltete Empfangshalle dahinter. Wir schlenderten durch die erste Etage bis zum Panoramalift der Skyview Bar. Dieser Lift fährt ohne Zwischenhalt durch und man kann einen ersten Blick auf die Palmeninsel mit dem Atlantis Hotel genießen. Oben angekommen, wird man zu seinem Tisch geleitet. Wir hatten einen mit Stadtblick erwischt und so konnten wir in einiger Entfernung den Burj Kahlifa erkennen, direkt neben und unter uns das herrlich blaue Meer, die Palmeninsel und das Hotel Jumeirah.

Bald darauf begann auch schon die Teezeremonie. Zunächst wurde uns ein warmes Handtuch gereicht, dann ein Glas Champagner und ein paar Früchte. Danach erfolgte die Auswahl eines Tees, Wir entschieden uns für einen fruchtigen Apple Phantasie Tea und einen Chai Masala. Nun folgte der Hauptgang bestehend aus einer Etagere in Form des Burj Al Arabs. Wirklich hübsch dekorativ gemacht. Darauf waren Club Sandwiches, kleine Törtchen, Kekse, und abschließend neben einem Glas molekularisiertem Wasser zubereitet vom Mixtologen eine Erdbeere in weißer Schokolade. Während der ganzen Zeit wird man ständig umsorgt und bekommt vor allem auch die Sandwiches nachgelegt, wenn man möchte. Wir waren jedoch nach der Standardportion sehr gesättigt und verließen die Skyviewbar nach ca. 2,5 Stunden. Wirklich ein tolles Erlebnis.


Mit dem Taxi ließen wir uns zum Fort Fahidi bringen, was um diese Tageszeit ca. 50 Minuten aufgrund des Verkehrs dauert. Wir spazierten am Dubai Creek im strahlenden Sonnenschein entlang und gelangten so in den alten Stadtteil Bastakiya und zum Dubai Museum. Dieses alte Stadtteil wird von den typischen Windtürmen geprägt und es gibt zahlreiche Museen hier, die bis 14 Uhr auf haben. Wir sind schon zu spät und so setzen wir mit einer Abra über ans andere Ufer des Creeks. Die Fahrt mit diesem kleinen Wassertaxi ist auch ein Erlebnis. Man setzt sich einfach auf das kleine Schiffchen, welches keine Reling besitzt, wohl aber mal besessen hat, und wenn es voll ist sammelt der Fahrer 1 Dh ein und es geht los. Genauso schnell wie sich das Boot füllt, leert es sich dann auch am anderen Ufer wieder und jeder geht seiner Wege.

Uns verschlägt es zum Spice Souk. In den überdachten Gässchen wird man von allen Seiten angesprochen, sogar auf Deutsch versucht man es. Wie kommt man wohl am besten ins Gespräch? Hier hat jeder dieselbe Masche: man hält dem Tourist zwischen den Finger irgendein Gewürz unter die Nase und dieser soll erraten was es ist. Wir kaufen einige Gewürze und üben uns im Handeln. Dann geht es weiter zum Gold Souk. Hier wird uns das Gold zwar nicht unter die Nase gerieben, dafür bietet man uns an jeder Ecke eine „Copy Rolex“ etc an. Immerhin ist man ehrlich und sagt von vornherein dass es keine echte ist. Wir haben kein Interesse daran und eh man sich versieht kommt der nächste an, preist in den schönsten Tönen seine gute Qualitätsware an: "Schal aus Cashmere" oder "reine Baumwolle" und "hier sehen Sie", und "fassen Sie doch an". Und da war er der Fehler. Sobald man anfasst, hat man das Produkt auch schon in der Hand und der Händler will es nicht mehr zurück, nein er fordert auf mit reinzukommen. Tja, was will man machen, wenn man die gute Qualitätsware nicht einfach auf die Straße werfen möchte und weitermarschiert?  Letztendlich aber auch kein wirkliches Problem, wer nicht kaufen will, kauft nicht, es ist nur nervig wenn man immer wieder das Gleiche zu hören bekommt. Diese beiden Souks sollte man gesehen haben, sie strahlen auf ihre eigene Art und Weise das typisch arabische Flair aus - wenn auch größtenteils von Nicht-Arabern.

Wir machen uns auf die Suche nach einem Taxi denn inzwischen war es dunkel geworden und wir müssen heute noch Koffer packen. Nach dem Abendessen noch die traditionelle Farewell- und Laser-Show, Kofferpacken und dann ins Bett, denn lang wird diese Nacht nicht werden.

Dienstag, 8. März 2011

Wüstensafari und Abu Dhabi (UAE)

Da dieser zweite volle Tag in Abu Dhabi eigentlich nicht geplant war und meine Pläne auch nur auf einen Tag ausgelegt waren, buchten wir einen Ausflug über AIDA: eine Jeepsafari durch die Wüste Al Khatim. Ca. 1 Stunde ging es mit dem Jeep erst mal raus aus der Stadt.

Bevor es dann endgültig in die Wüste ging, wurde noch ein Großteil der Luft aus den Reifen herausgelassen, damit wir besser in der Wüste "schwimmen" können. Derweil schauen wir uns auf der Kamelfarm um. Dann geht es endlich los. Je nach Tageszeit und Lichteinfall schimmern die Dünen in einer anderen Farbe. Bei uns war er leicht rötlich/gelb  und die Dünen, die wir mit unserem Jeep nahmen, sahen von unten oder oben viel gefährlicher aus als sie es dann letztendlich waren. Ein bisschen hat es an Achterbahn fahren erinnert und hat vor allem viel Spaß gemacht. Nach der Hälfte erfolgte ein kurzer Stopp und wir konnten kurz in der Wüste Fotos machen bevor wir wieder hinaus fuhren. Dort mussten natürlich die Reifen erst wieder aufgepumpt und nach ca. 4 Stunden kamen wir pünktlich 12.30Uhr wieder am Schiff an.

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder mit dem Shuttle zur Marina Mall und liefen noch einmal zum Heritage Village, welches wirklich empfehlenswert ist. Hier erhält man Einblicke in die Vergangenheit der Stadt, verschiedene Beduinenzelte und Hütten sind aufgebaut und erklärt, ein Kamel liegt in der Sonne, arabische Frauen verkaufen traditionelle Kleidung und  Souvenirs und die Männer repräsentieren sich in ihren Werkstätten.

Dann ließen wir uns mit dem Taxi zum Public Beach an der Corniche bringen. Hier kann man auch in westlicher Strandgarderobe baden gehen (üblich sind in arabischen Länder meist einteilige Badegarderobe für Frauen). Der Sand ist herrlich weich und sauber und man muss nur einen kleinen Obolus entrichten. Die Wassertemperatur war jedoch nicht wie angegeben 24°C, eher 21°C und der Hinweis dass Quallen und Stachelrochen geben könnte, war auch nicht gerade beruhigend. 17 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg zum Schiff mit dem Taxi.

Nach dem letzten Auslaufen dieser Reise um 20 Uhr gönnten wir uns am Abend an der Bar einen Cocktail, da wir am nächsten Abend wohl wenig Zeit dafür haben werden. Schließlich heißt es dann schon wieder Koffer packen und Farewell Party.

Montag, 7. März 2011

Abu Dhabi (UAE)

8 Uhr liefen wir im Hafen von Abu Dhabi ein, die übersetzt „Vater der Gazelle“ bedeutet. Kurz nach 9 Uhr nahmen wir zuerst den Shuttlebus zur Marina Mall, welcher kostenlos zur Verfügung stand. Zur Mall fährt man fast immer direkt an der Corniche entlang, so dass wir  schon einen ersten Einblick von der Stadt erhielten. An der Mall angekommen lauerten schon die Taxifahrer auf uns. Jeder wollte uns eine Stadtrundfahrt anbieten. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten: die offiziellen Taxifahrer tragen Uniformen, alle anderen sind also nur freischaffend. Den bestmöglich Preis haben wir wohl nicht erzielt, aber immerhin billiger als ein Ausflug an Board, noch dazu da die meisten Ausflüge nur einen Fotostopp an der Moschee vorsahen. Die Moschee Scheikh Zayed Grand Mosque ist ein Muss, wenn nicht sogar neben dem Emirates Palace das Highlight der Stadt. 

Die Moschee ist nur bis 11 Uhr für die Touristen geöffnet, liegt ca. 25min (je nach Verkehr) von der Corniche entfernt und ist die drittgrößte Moschee der Welt. Es war der letzte Wunsch Scheikh Zayeds, dass solch eine große Moschee in Abu Dhabi gebaut werden sollte und sein Sohn erfüllte ihm diesen Wunsch nach dessen Tod. Auch die Standortwahl der Moschee war wohlüberlegt: denn jeder der in die Stadt, die auf einer Halbinsel liegt, kommt oder sie verlässt, sollte an dieser Moschee vorbeifahren. Die Taxifahrer warten hier meist auf die Touristen, da es ansonsten schwierig ist wieder ein Taxi zu bekommen. Schon beim Ausstieg aus dem Taxi faszinierte uns der Anblick dieser riesigen Moschee und der Ruf des Imam war zu hören. Vier je 115m hohe Minarett und große Kuppeln strahlten uns entgegen. Frauen bekommen saubere Abayas und Kopftuch ausgehändigt, ohne die sie nicht die Moschee betreten dürfen. Auch Männer die nicht entsprechend gekleidet sind, bekommen eine Dishdasha. Fotografieren ist kein Problem, abgesehen vom Mausoleum des Scheichs. Der Teppich in der Moschee soll der größte handgeknüpfte Teppich der Welt sein, die farbenfrohen Kronleuchter sind von Swarovski hergestellt und  auch die Innenwände weisen eine Besonderheit auf. Zwischen dem Marmor und den Goldplatten befindet sich nämlich ein Hohlraum, in den durch eine bestimmte Laserschnitttechnik Schriften aus dem Koran geschnitten wurden sind. Diese Wand wir von hinten beleuchtet und so scheinen einem 6 Seiten aus dem Koran in goldenen Zeichen entgegen. Außerdem befinden sich an vielen Wänden gemalte Ornamente oder eine digitale Uhr mit den Gebetszeiten. Wer sich alles in Ruhe anschauen möchte, muss hier schon mind. 30-50 Minuten einplanen.

Wir kehren zurück zu unserem Taxifahrer und wollten uns eigentlich zum Fort Quasr al Hosn fahren lassen. Dieses wird momentan aber restauriert und ist deshalb nicht zu besichtigen. Wir steigen deshalb am Baynunah Tower aus. Laut Reiseführer hat kein anderes Hochhaus die Corniche so geprägt wie dieser Tower. Wir wollen natürlich hoch auf den 165m hohen Turm, die Tickets erhalten wir an der Rezeption des Hilton Honors Club und dann bringt uns ein Angestellter auf die Terrasse. Nun, diese ist wirklich nicht für den Massentourismus ausgelegt, aber anscheinend auch nicht stark frequentiert, denn wir sind die Einzigen hier oben. Bei gutem Wetter hat man einen tollen Blick auf den Verlauf der Corniche, Emirates Palace, die fast gegenüberliegende Marina Mall und kann auch stadteinwärts blicken. Die Moschee haben wir jedoch nicht gesehen - liegt dann wohl doch zu weit außerhalb.

Wieder unten angekommen setzen wir unseren Stadtrundgang fort und laufen hinab zur Corniche, die wiederum von vielen kleinen Parks umgeben ist. Die Corniche (Strandpromenade) ist eine schöne Flaniermeile ca. 8 km bis zu Breakwater Island wo sich die Marina Mall befindet. Sie ist mit hellen Granitplatten gepflastert , umsäumt von Blumen und Palmen mit vielen Bänken, ja sogar großen Sonnensegeln, die es den Besuchern erlauben sich hinzusetzen und auf das türkisfarbene Meer zu schauen. Von hier hat man auch Blick auf die künstlich erzeugte Insel Lulu Island, die die Stadt vor den Wellen des Meeres schützen soll. Einen Abstecher machen wir zum Cannon Square. Dieser Straßenzug ist recht witzig. Zunächst vorbei an der Ruine einer Moschee, tauchen plötzlich hinter den Bäumen und zwischen den Straßenfahrbahnen große Skulpturen auf. So zum Beispiel die überdimensionierte Kanone (daher der Name), eine Schnabelkanne und Kaffeetassen, sowie ein Gefäß zum Weihrauch verbrennen, wie sie hier in Arabien so üblich sind. Wirklich nett gemacht und gibt vor der Hochhauskulisse schöne Fotomotive her. Durch den Capital Park ging es wieder zurück an die Corniche, wo wir uns ein Taxi schnappten und uns zum Schiff bringen ließen.

Nach dem Kaffee fuhren wir mit dem Shuttle wieder zur Marina Mall, denn hier in der Nähe sollte das Heritage Village sein. Ca. 15 Gehminuten entfernt, befindet sich der Eingang in das kleine Museumsdorf. Laut Reiseführer sollte dieses ab 16 Uhr bis zum späten Abend nachmittags wieder geöffnet sein, allerdings schloss man hier schon um 17Uhr seine Räume, so dass wir nur noch einen Teil zu sehen bekamen. Dafür hatten wir jedoch herrlich Abendsonne, die die Skyline der Stadt schön anstrahlte.

Trotz dessen alles recht nah auf der Straßenkarte aussieht, läuft man teilweise doch ganz schön lang. Deshalb beschlossen wir ein Taxi zum Emirate Palace zu nehmen, welches auf der Landzunge Al Ras Al Akhdar majestätisch liegt. Wir wurden also direkt zum Empfang gefahren, wo uns sofort ein Page die Tür des Taxis öffnete. Allein der Komplex von außen sieht schon toll aus und gleicht einem Märchenschloss aus 1001 Nacht. Wir waren gespannt was uns von drinnen wohl erwarten würde. Keiner fragte uns nach einer Reservierung oder Ähnlichem und so konnten wir ungehindert in die Empfangshalle des 7 Sterne Hotels der Superlative (auch wenn es offiziell nur 5 Sterne gibt). In der Lobby ist wirklich alles was nach Gold aussieht auch echtes Gold. Der Zugang zum Strand und Garten ist nur für Gäste, aber ansonsten konnten wir uns auch durch andere Bereiche des Hotels bewegen. Erst als wir wieder hinaus wollten erwischte man uns und zeigte uns den Weg zur Lobby. Neben Hotel ist das Emirates Palace auch Herberge von Staatsgästen und der Scheiche der 7 Ermirate, die separate Appartements hier haben für ihre gesamte Familie inklusive eigener Zufahrt zum Hotel. Mittlerweile war es dunkel geworden und auch bei Nacht beeindruckt dieses Hotel.

Da auch die Scheikh Zayed Grand Mosque bei Nacht schön angestrahlt sein soll, nahmen wir uns noch einmal ein Taxi und ließen uns dorthin bringen um Nachfotos zu schießen. Die Besonderheit an dieser Moschee ist dass sie blau angestrahlt wird. Normalerweise werden alle Moscheen grün angestrahlt, da diese jedoch etwas Besonderes sein soll, wählte man hier die blaue Farbe. 
Dann ging es zurück zum Schiff und wir schafften es gerade noch so zum Abendessen.