Samstag, 8. April 2017

Phnom Penh, Hauptstadt von Kambodscha

Von Angkor in die Hauptstadt Kambodschas
4Uhr morgens klingelte der Wecker. Gestern Abend haben die anderen beiden sich noch überreden lassen dass es aufgrund der angeblichen Menschenmasse kein genießbares Erlebnis ist und abgesagt. Zu zweit plus Tuktuk Fahrer und einem kleinen Breakfast Paket mit Obst ( und komischerweise auch Marmelade, Butter und Ketchup) machten wir uns auf. In den Straßen herrschte schon reges Treiben: Familien die draußen gemeinsam aßen, Leute die schon ihrem Handwerk nachgingen oder Menschen die scheinbar in ihren Holzstühlen vor dem Haus schlafen. Immer weiter entfernten wir uns von der Stadt und führen in den Dschungel. Stockfinster war es hier, nur die Ticket Checkpoints waren beleuchtet und bereits gut mit Kontrolleuren besetzt. Am Tempel angekommen stellten wir schnell fest dass wir ohne Taschenlampe nicht weit kommen, aber wir haben ja Handys. Innen war ich überrascht wie leer es noch war. Am Teich angekommen waren wir die ersten. Nur schemenhaft konnten wir die Konturen des Tempels erkennen. Wir warteten, ein paar weitere Leute gesellten sich zu uns und wir genossen die herrliche Stille. Die Sonne stieg direkt hinter dem Tempel auf und tauchte ihn in ein herrliches orangenes Licht. Mit einem Mal, als wurde ein Schalter umgelegt, fingen hunderte Grillen an zu Zirpen. 5.51Uhr sollte die Sonne aufgehen, aber 5.30 Uhr war unserer Meinung nach die schönste Atmosphäre. Die meisten Menschen kamen wirklich erst kurz vor angesagtem Sonnenaufgang und haben somit eigentlich das beste verpasst.
Unseren Fahrer fanden wir recht schnell und wieder im Hotel angekommen frühstückten wir noch kurz bevor wir auschecken mussten. 8.30Uhr fuhr unser Bus Richtung Hauptstadt Kambodschas ab. Die Fahrt erfolgt ohne Guide, aber nachdem der letzte zwar in 13 Monaten super Deutsch gelernt hatte hier im Land bei Muttersprachlern mangelte es bei ihm an tiefgründigeren Informationen.
In Phnom Penh empfing uns dann ein neuer Reiseleiter, der netterweise schon eine kleine Route Inn Stadtplan eingezeichnet hatte, die wir allein ablaufen konnten. Phnom Penh faszinierte uns vor allem durch seine Natürlichkeit. Die Stadt sieht noch nicht so viele Touristen und das merkte man auch. Gegenüber des Königspalastes setzten wir uns an die Uferpromendade und schauten dem Treiben der Einheimischen zu: einige die Blumen für Ihren Besuch im Tempel kauften, Kinder die nackt umhersprangen, ein Kleinwüchsiger der versuchte Geld zu verdienen indem er für andere Gebete aussprach, ein Mann mit einem überfüllten Vogelkäfig, bei dem 2 Frauen Vögel kauften, um sie wieder in die Freiheit zu entlassen und unzählige Menschen die Tauben fütterten. Über den Nachtmarkt schlenderten wir uns überlegten kurz ob wir uns gebratene Nudeln für $1.50 kaufen, entschlossen uns dann aber doch ein Restaurant zum Sitzen zu suchen. Das fanden wir dann auch an der Promenade, zwar etwas teurer aber schmackhaft.

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